Editorial Design · Bücher, Berichte, Broschüren
Ein Buch kann aufgeschlagen und trotzdem verschlossen bleiben. Weil der Einstieg fehlt. Weil alles gleich wichtig aussieht. Dreimorgen entwickelt Editorial Design, das durch Inhalte führt: vom ersten Bild bis zur letzten Fußnote. Für Unternehmen, Stiftungen und Kulturinstitutionen. Von Offenbach aus arbeiten wir mit Auftraggebern in ganz Deutschland.
01 · Publikationskonzept
Bevor wir eine Schrift auswählen, schauen wir auf die Menschen, die lesen sollen. Suchen sie einen schnellen Überblick? Wollen sie ein Thema vertiefen? Oder ein Rezept wiederfinden, während der Topf schon auf dem Herd steht? Zielgruppe und Gebrauch bestimmen den Aufbau.
Wir sichten Manuskript und Bildbestand, klären Schwerpunkte und entwickeln eine Dramaturgie für die Publikation. Was eröffnet ein Kapitel? Wo braucht ein Gedanke mehr Raum? Welche Information gehört in eine Bildunterschrift? Aus diesen Entscheidungen entsteht das Konzept für Buch, Jahresbericht oder Broschüre. Die Gestaltung gibt dem Inhalt eine Richtung.
Eine schöne Seite hilft wenig, wenn niemand den Einstieg findet.
Vom Inhalt zur Publikation
02 · Typografie und Layout
Typografie macht Unterschiede sichtbar: zwischen Überschrift und Erklärung, Zitat und Quellenangabe, Kapitel und Unterkapitel. Schriftgröße, Zeilenlänge und Abstand bestimmen mit, ob ein Text lesbar bleibt. Weißraum gibt ihm Luft. Ein Raster hält die Seiten zusammen, auch wenn Bildformate und Textlängen wechseln.
An Musterseiten prüfen wir diese Regeln mit Ihren echten Inhalten. Ein kurzer Auftakt reicht dafür nicht. Auch eine volle Textseite, eine Bildstrecke und ein schwieriger Umbruch müssen funktionieren. So wächst ein Layout, das Wiedererkennung schafft und Abwechslung zulässt. Wiederkehrende Kapitelmarken, Bildunterschriften und Seitenzahlen helfen, sich auf jeder Seite zurechtzufinden. Ein vorhandenes Erscheinungsbild beziehen wir ein. Corporate Design liefert die visuellen Regeln der Marke; Editorial Design übersetzt sie in die Leseführung einer Ausgabe. Farben und Schrift bleiben vertraut. Die Hierarchie muss den konkreten Inhalt tragen. Neue Illustrationen oder zusätzliche Bildarbeit stimmen wir im Leistungsumfang ab.
Gutes Editorial Design erkennt man auch auf der schwierigsten Seite.
Ein gemeinsames Gestaltungsraster
Musterseiten werden mit echten Inhalten geprüft.
03 · Buchgestaltung
Für die Stiftung Deutsches Design Museum gestaltete Dreimorgen »Grenzenlos«: 30 Rezepte aus elf Ländern und Regionen auf 152 Seiten im Format DIN A5. Zum Projekt gehörten das Editorial Design, das Bildkonzept und ein Workshop mit Schülerinnen und Schülern.
Die Jugendlichen halten auf den Kapiteleinstiegen handbeschriftete Plakate mit Grüßen rund ums Essen. Ihre Sprachen werden Teil des Buches. Farben unterscheiden die Kapitel. Zutaten und Zubereitung sind klar getrennt; Fotografien zeigen die Gerichte auf der gegenüberliegenden Seite. Das Raster verbindet Rezepte, Karten und Hintergrundtexte. Buchgestaltung heißt hier: beim Kochen Orientierung geben und beim Blättern Begegnungen möglich machen.
»Grenzenlos« ansehen →
30 Rezepte. Elf Länder und Regionen. Ein gemeinsamer Tisch.
04 · Bericht und Broschüre
Ein Jahresbericht versammelt oft Stimmen, Veranstaltungen und Ergebnisse. Beim Bericht der Evangelischen Akademie Frankfurt entwickelte Dreimorgen das Leitmotiv »Bauen«, das Bildkonzept und die grafische Umsetzung. Auf knapp 80 Seiten werden unterschiedliche Arbeitsfelder unter einem gemeinsamen Gedanken sichtbar.
Andere Inhalte brauchen einen anderen Rahmen. Für Kunstkontakt gestalteten wir die Ausstellungsbroschüre für Christoph Brech und Wouter Verhoeven. Hier steht die Begegnung mit künstlerischen Arbeiten im Mittelpunkt. Ein Katalog, ein Bericht und eine Broschüre dürfen deshalb verschieden aussehen. Entscheidend ist, wie Text, Bildfolge und Umfang zusammenwirken.
Jahresbericht der Akademie ansehen →
Ausstellungsbroschüre für Kunstkontakt ansehen →
Der rote Faden darf sichtbar sein. Er muss nicht rot sein.
05 · Satz und Abstimmung
Editorial Designer ordnen Inhalte und gestalten ihre Beziehungen: Was wird zuerst gelesen, welches Bild erklärt einen Gedanken, wo braucht es eine Pause? Dafür gehören Konzeption und Satz zusammen. Eine redaktionell abgestimmte Reihenfolge verhindert, dass das Layout nur die Reihenfolge angelieferter Dateien abbildet.
Nach dem Konzept stimmen wir Musterseiten und Gestaltungsregeln ab. Dann folgt der Satz über den vereinbarten Umfang. Korrekturen werden gesammelt, zugeordnet und in abgestimmten Fassungen eingearbeitet. Vor der Freigabe prüfen Sie Inhalte, Namen, Zahlen und Bildzuordnungen. Wir prüfen die Gestaltung und die vereinbarten Ausgabedaten.
Für die Zusammenarbeit deutschlandweit braucht es klare Zuständigkeiten: Wer liefert Texte? Wer bündelt Rückmeldungen? Wer gibt frei? Diese Fragen klären wir zu Beginn. Ebenso, wer Lektorat, Fotografie und Druck übernimmt. Druckabstimmung und digitale Ausgaben werden nach Bedarf vereinbart. Unser Beitrag über hilfreiche Korrekturen zeigt, wie Rückmeldungen die Arbeit voranbringen.
Eine gebündelte Rückmeldung bringt mehr als fünf widersprüchliche Dateien.
Von der Musterseite zur Freigabe
06 · Material und Angebot
Ein Buch wird gehalten, aufgeschlagen und weitergegeben. Format, Papier und Bindung gehören deshalb früh ins Gespräch. Sie beeinflussen Bildwirkung, Lesbarkeit und Herstellung. Auch Auflage und Verwendungszweck zählen: Was braucht eine Ausstellung? Was soll über Jahre im Regal bleiben? Zum Umgang mit Material finden Sie Gedanken unter Circular Economy im Design.
Soll die Publikation auch digital verteilt werden? Am Bildschirm zählen neben Schrift und Bild die Navigation und das Lesen ohne gegenüberliegende Buchseite. Eine gedruckte Doppelseite lässt sich deshalb nicht immer unverändert übertragen. Wir klären früh, welches Medium gebraucht wird und welche Ausgabe zum vereinbarten Auftrag gehört.
Für ein Angebot brauchen wir Publikationsart, ungefähren Seitenumfang, Stand der Inhalte und den gewünschten Erscheinungstermin. Sprachfassungen, Bildbestand, Korrekturrunden und Produktionsanforderungen bestimmen den Aufwand mit. Sie haben erst eine Idee? Beschreiben Sie das Vorhaben und die offenen Fragen. Daraus lässt sich der nächste sinnvolle Schritt ableiten.
Das Format folgt auch der Hand, die darin blättert.
Vier Angaben für den Einstieg
Ein Buch, ein Jahresbericht oder eine Broschüre: Erzählen Sie uns vom Vorhaben. Publikationsart, Umfang, Materialstand und Erscheinungstermin helfen beim ersten Gespräch.
Publikation besprechen →Bei Ihnen vor Ort oder per Videocall